Schnee! Sehr viel Schnee …!

Am Morgen standen uns etwa 25 km Fahrt von unserem Quartier bis nach Rudniki bevor. Die ganze Nacht über hatte es geschneit, und schon bald mussten wir von der Hauptstrasse abbiegen. Trotz des tiefen Schnees und der wirklich schwierigen Strassenverhältnisse kämpften wir uns langsam, aber sicher voran – mit jedem Meter wuchs die Vorfreude auf den Tag, der vor uns lag.

In Rudniki wurden wir bereits herzlich von den Mitarbeitenden der Gemeinde empfangen. Kurz nach 11 Uhr starteten wir mit rund 160 Kindern unser Programm. Besonders war, dass die meisten Kinder allein gekommen waren.
Gemeinsam sangen wir Lieder, spielten Spiele und erzählten erneut die Nordsee-Geschichte von Opa Bodo und seinem Enkel Lars. Die Kinder hörten aufmerksam zu, lachten und staunten, und man spürte ihre Freude und Neugier. Zum Abschluss leuchteten die Kinderaugen beim Verteilen der Geschenke – ein unvergesslicher Anblick.

Nach einem typisch ukrainischen Mittagessen, das allen hervorragend schmeckte, machten wir uns auf den Rückweg.
Draussen hatte der Schneefall nicht nachgelassen, und schon bald merkten wir, dass wir mehr als nur unsere Kräfte zum Schieben brauchen würden.
Ein Allradfahrzeug half uns beim Ziehen, doch der tiefe Schnee machte jeden Meter zur Herausforderung. Schliesslich versperrte ein steckengebliebener Linienbus den Weg, und selbst das Allradfahrzeug kam nicht mehr weiter. Doch gemeinsam mit einem herbeigerufenen Traktor meisterten wir auch diese Hürde – Teamgeist, Geduld und Ausdauer halfen uns, aus dem Tiefschnee herauszukommen.

Erleichtert, erschöpft und erfüllt von den Eindrücken des Tages setzten wir unsere Fahrt fort.
Die Rückreise nach Chmelnitzky wird noch einige Zeit dauern, doch im Herzen tragen wir die leuchtenden Kinderaugen, das Lachen und die Freude, die diesen Tag so besonders gemacht haben.

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