Mit Weihnachtsfreude gegen die Dunkelheit!

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Wenn Kinder wieder lächeln dürfen

Anfang Januar fuhren wir mit vier Mitarbeitern ins Kriegsland Ukraine, wo die Menschen mit vielerlei Herausforderungen kämpfen müssen.
Der starke Beschuss, der meist in den frühen Morgenstunden erfolgt und das ganze Land betrifft, hat die Menschen müde gemacht. Der ständige Luftalarm ist zur traurigen „Melodie der Ukraine“ geworden und lässt viele Menschen abstumpfen.

Die vielerorts zusammengebrochene Energieversorgung, die die Bevölkerung frieren lässt, widerspiegelt sich in vielen Gesichtern. Wenn man mehrere Stunden am Tag weder Licht noch Strom hat, schlägt das aufs Gemüt.
Die Wintertemperaturen in der Ukraine sind eisig und in den Häusern, Gemeinden oder Veranstaltungsräumen ist es unangenehm kalt.
Am eigenen Leib habe ich erfahren, wie der Alltag aussieht. Nach wenigen Tagen konnten wir die Rückreise antreten und in unsere angenehm temperierten Wohnungen zurückkehren, die Ukrainer müssen jedoch täglich damit leben.

Der Schmerz der Ukraine

An einem Abend nach einer gesegneten Veranstaltung fuhren wir noch zu einem Soldatenfriedhof.
Familien standen an den Gräbern ihrer Lieben und zündeten Kerzen an. Kinder, die durch den Krieg Vater oder Mutter verloren haben, waren dort mit ihren Angehörigen und einige legten an den Gräbern Spielzeuge nieder.
Es ist herzzerreissend und diese Bilder bleiben hängen. Man spricht mittlerweile inoffiziell von über 1,2 Millionen Soldaten, die auf ukrainischer Seite gefallen sind.
Jeder hatte eine Familie oder Angehörige, die jetzt trauern und Leid tragen.

Die Hoffnung der Ukraine

Bei einer Veranstaltung waren nur Witwen mit ihren Kindern eingeladen. Dennoch war der grosse Theaterraum fast voll.
Am Ende des Weihnachtsprogramms konnten wir diesen Kindern die wunderschönen Weihnachtspäckchen zusammen mit Kinderbibeln überreichen.
Die Kinder waren so glücklich und ihre Gesichter strahlten voller Freude, dass uns die Tränen in den Augen standen.

Vielen traumatisierten Menschen quer durch alle Altersgruppen durften bei sieben Veranstaltungen, die wir u.a. in Lemberg, Chmelnitzkij und Luzk durchführen konnten, die frohmachende Botschaft von Jesus hören.
Unsere Mitarbeiter vor Ort leben in überzeugender Weise die Hoffnung in Christus vor und Gemeinden, mit den wir zusammenarbeiten, öffnen ihre Türen für Menschen, die Hilfe und Trost brauchen.
Viele Pastoren und Gemeindeleiter haben sich herzlich bei uns bedankt, dass wir den Kindern der Ukraine so eine grosse Freude bereitet haben. Diesen Dank will ich an Euch weitergeben, die Ihr so viele Weihnachtspäckchen gepackt habt. Oft wissen wir nicht, was unser Päckchen bewirkt. Aber der Herr kann es gebrauchen und ein Geschenk der Hoffnung daraus machen!

Das Gebet für die Ukraine

Die Umstände, in denen die Menschen leben, sind sehr herausfordernd. Die Gemeinden und unsere Mitarbeiter brauchen viel Weisheit und Liebe. Aber vor allem brauchen sie unser Gebet, dass sie sich nicht entmutigen lassen, sondern ihren Dienst mit Freude tun können.

Jürgen Kießling

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