Drohende Versorgungsengpässe in der Republik Moldau

Für die Republik Moldau, einem der ärmsten Länder Europas, ist der aufkommende Winter für die meisten Menschen eine ganz besondere Herausforderung. Neben den wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Arbeitslosigkeit fordert auch der Krieg im Nachbarland seinen Tribut und führt in der kalten Jahreszeit zu enormen Preisanstiegen bei Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern, die für viele Menschen kaum noch bezahlbar sind. Besonders betroffen sind Menschen in ländlichen Regionen, die in der kalten Jahreszeit nicht mehr auf die Erträge ihrer Felder und Gärten zurückgreifen können, die für Viele überlebensnotwendig geworden sind.

Hunger und Not auch in der Ukraine

Laut ukrainischem Agrarminister sind durch den anhaltenden Krieg 90 Prozent der Lebensmittellogistik von Handelsketten zerstört. Nahrungsmittelpreise steigen auf ein Rekordhoch und besonders im Osten und Süden der Ukraine, wo die meisten Kämpfe stattfinden, wird es mit dem aufkommenden Winter immer schwerer, zu überleben und an Lebensmittel heranzukommen.
Dazu kommen hunderttausende Wohnungen in Kiew und anderen Großstädten, die erneut von Wärme und Strom abgeschnitten werden, sodass wie im letzten Jahr viele tausende Menschen von Hunger, Kälte und Leid gleichermaßen betroffen sein werden.

Die Menschen schaffen es nicht allein

Gennadij Archipov (HTO Ukraine) erinnert an die christliche Mitverantwortung für die Ärmsten in dieser Welt mit folgenden Worten:

„Der Herbst hat begonnen, und damit rückt auch der Winter in der Ukraine näher. Als Mitarbeiter der Mission „Hoffnungsträger Ost“ beschäftigt uns in diesen Tagen besonders die Frage, wie wir Menschen, die durch den Krieg in große Not geraten sind, ganz praktisch helfen können.
Wir sehen täglich, wie schwierig die Situation für viele Familien und ältere Menschen ist. Besonders im kommenden Winter rechnen viele Menschen in der Ukraine mit großen Herausforderungen.
Deshalb möchten wir nicht warten, bis die Not am größten ist, sondern bereits jetzt handeln und einigen besonders bedürftigen Familien helfen, sich auf den Winter vorzubereiten.
Unser Wunsch ist es, dort zu helfen, wo die Not besonders groß ist – mit Brennholz, warmen Decken, Winterschuhen und Lebensmitteln.
Durch unsere Einsätze möchten wir den Menschen die Liebe Gottes zeigen und ihnen die Hoffnung des Evangeliums weitergeben. Zuletzt war unser Team im Oktober in den Regionen Cherson und Mykolajiw unterwegs.
Bei diesen Einsätzen konnten bereits einige hundert warme Mahlzeiten an Menschen verteilt werden, die unter den Folgen des Krieges besonders leiden.“

Gennadij Archipov

„Lasst uns, solange wir Zeit haben, Gutes tun an allen“
Galater 6,10

Wir danken allen, die beten, spenden und helfen. Gemeinsam können wir Wärme dorthin bringen, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Möge der Herr euch für eure Güte, eure Opferbereitschaft und eure Fürsorge segnen!

Zeitschrift 2026 Nr.4

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