Gott „verschafft den Unterdrückten Recht und gibt den Hungrigen Brot.“
Psalm 146,7
Suppenküchen sind von Anfang an fester Bestandteil unseres Dienstes, da viele Menschen in Moldau und der Ukraine unter dem Existenzminimum leben und auf solche Speisungen angewiesen sind. In beiden Ländern gibt es Suppenküchen und neue sollen dazu kommen, wie z.B. im moldawischen Criuleni oder in der Stadt Luzk, die weit im Westen der Ukraine gelegen ist.
Dienst unter veränderten Umständen
Aufgrund der kriegsbedingten Schließungen von Suppenküchen in der Ukraine mussten wir aber auch über neue Wege nachdenken, die besonders der Situation im Osten der Ukraine gerecht werden können. Durch Gottes Gnade und der Unterstützung unserer Missionsfreunde ist es seit einiger Zeit möglich, im ganzen Land mit der „Mobilen Suppenküche“ unterwegs zu sein, deren Mobilität z.B. die grossartige Möglichkeit bietet, bei einem Einsatz gleich in mehreren Städten der umkämpften Gebiete unterwegs zu sein. In diesem Jahr wurden solche Einsätze u.a. bereits in den Regionen Nikopol, Dnipro, Saporischja und Chmelnitzky durchgeführt und etliche weitere sollen folgen.




Ein Projekt mit vielen Facetten
Igor Tkatchenko, unser Missionar in Lwiw, war bei den Einsätzen dabei und berichtet beispielhaft über einen kürzlichen Einsatz im Gebiet Dnipro: „Auf unserer dreitägigen Reise besuchten wir auch drei Dörfer in der Region Dnipropetrowsk, nur wenige Kilometer entfernt von der Frontlinie. In diesen Orten ist der Krieg trauriger Alltag. Mit Hilfe unserer Mobilen Küche war es uns möglich, bei den Veranstaltungen über 600 Menschen mit warmen Mahlzeiten zu versorgen, was auch die Herzen erwärmte und für die Gute Botschaft geöffnet hat. Ausserdem organisierten wir Kindercamps, bei denen über 360 Kinder spielten, malten und wieder lachen konnten…
Ziel unserer Reise war es, den Menschen verständlich zu machen, dass sie nicht alleine sind, sondern dass wir gemeinsam durch diese schweren Zeiten gehen. Ausserdem wollten wir lokale Kirchen unterstützen, stärken und ermutigen, die trotz Beschuss und Erschöpfung den Menschen dienen und sie mit der Botschaft von Jesus trösten, der selbst in dunkelsten Zeiten unsere Hoffnung ist.
Eine Begegnung, die besonders bewegt
An einem Tag trafen wir Dima, einen Soldaten, der sich gerade nach einer Splitterverletzung in Behandlung befand. Seit zwei Jahren ist er an der Front. Dima ist Waise. Er sagte einen einfachen, aber zutiefst bewegenden Satz:
„Für mich wurde die Kirche zur Mutter, Gott zum Vater – und Gläubige zu meiner Familie.“
Wir sprachen über eine Stunde miteinander. Seine Worte waren voller Schmerz und gleichzeitig voller Liebe. Er erzählte von Verlusten, der Grausamkeit des Krieges und davon, wie schwer es ist, Mensch zu bleiben, wenn um einen herum der Tod herrscht. Dima kam jeden Tag zu uns: er half dem Team, spielte mit den Kindern, war aufmerksam und engagiert. Ein stiller Held unter uns. Bitte betet für Dima. Er muss bald wieder zurück an einen Ort, der schmerzhaft, furchterregend und gefährlich ist. Aber er glaubt, dass Gott ihn nicht verlässt. Und wir glauben das auch.”
Darüber hinaus gab es noch viele andere seelsorgerliche Gespräche mit Frauen und Kindern, mit Soldaten und Kriegsversehrten, viele Schicksale und Geschichten, die ans Herz gehen und nachdenklich machen. Geschichten von Einsamkeit, Trauer und Schmerz, aber auch von Hoffnung und Glauben. Genau für diese Menschen sind wir gekommen.




Ein Fazit – Was bleibt und was haben die Einsätze gebracht?
Wenn ein Kind, das sich gestern noch im Keller versteckte, heute eine Sonne malt und ehrlich lacht; wenn ein erwachsener Mann, der alles verloren hat, leise sagt: „Ich habe geglaubt, dass Gott mich nicht vergessen hat.“; wenn eine Grossmutter nach dem Gottesdienst deine Hand drückt und sagt: „Danke, mein Kind, dass du zugehört hast.”
– dann hat sich jeder Einsatz schon gelohnt! Wir danken jedem, der uns im Gebet, finanziell oder auf andere Weise unterstützt, während die Drohnen über uns fliegen! Möge der Herr euch hundertfach segnen.”
Das sind Berichte, die verdeutlichen, welch hohen Stellenwert die Suppenküchenarbeit für diese Menschen hat – ob in Moldau oder in der Ukraine, ob mobil oder stationär.
Es geht nicht nur darum, Notleidende mit warmen Mahlzeiten zu versorgen, sondern sie auch seelisch aufzurichten und ihnen den Mut zum Glauben und Leben zurückzugeben.
Wie unterstützt man die Suppenküchen?
Es geht also weiter mit den Suppenküchen. Auch in Moldau läuft das Projekt z.B. in Valea Perjei und in naher Zukunft in Criuleni, wo seit zwei Jahren eine stark wachsende Gemeindegründungsarbeit stattfindet.
Um den Dienst auch in Zukunft fortführen zu können, sind wir dankbar für jede Unterstützung, die uns dabei hilft, Menschen in Not beizustehen.
Samuel Schmidt




Wie kann man helfen?
Unterstützt diese wertvolle Arbeit durch eure Spende.
Auch regelmässige Spenden, die unseren laufenden Unkosten abdecken, sind eine grosse Hilfe und sehr willkommen!
Im Schnitt kostet eine Mahlzeit CHF 3.50.
Verwendungszweck:
„Mobile Suppenküche” (Ukraine)
oder
“Suppenküchen” (für alle Suppenküchen in beiden Ländern)
IBAN: CH19 0900 0000 7000 7722 5