Eine Passion für die Jugend

Hallo liebe Freunde aus dem Westen. Ich heiße Roman und bin 25 Jahre alt.
Der Grund, warum ich wieder in die Ostukraine zurückgekehrt bin und dort dem Herrn dienen möchte, ist folgender: In den vergangenen Jahren hat mich der Gedanke nie losgelassen, dass in meiner Heimatregion Krieg herrscht – und noch schlimmer: dass sich meine Landsleute auch im Krieg mit dem Allmächtigen befinden.

Mein Weg zurück
Aber ich möchte von Anfang an erzählen. Mein geistlicher Werdegang begann in einer Gemeinde in Irpen (Vorstadt von Kiew). Dort kam ich zum Glauben und wurde 2014 getauft. Nachdem ich Christus als meinen Herrn und Erlöser angenommen hatte, war ich fester Teil des missionarischen Teams und half bei einigen Einsätzen, sowohl auf ukrainischem Gebiet, als auch im Ausland.
Eigentlich bin ich Wirtschaftsprüfer, habe dafür zwei Ausbildungen absolviert und auch einige Zeit in einem Betrieb gearbeitet. Doch nach einiger Zeit merkte ich, dass ich eine andere Berufung habe und dem Herrn meine gesamte Zeit zu Verfügung stellen möchte.
Ich wollte aus der Westukraine zurück in den Osten, um Jugendlichen von Gott zu erzählen.
Denn die Hoffnungslosigkeit ist durch den Krieg noch viel schlimmer geworden. Die Jugendlichen sind zerstreut, haben teilweise aufgegeben, wollen von Gott nichts wissen oder haben noch nie wirklich etwas von Gottes Liebe gehört.
Zusammen mit Hoffnungsträger Ost möchte ich das ändern.

Die Vision
Mein Dienst beinhaltet zum großen Teil die Vergrößerung der Jugendarbeit durch missionarische Jugendeinsätze, Konferenzen, Ausbildung von Jugendleitern und soziale Dienste durch und für die Gemeinde.
Ich habe bereits eine konkrete Vision, wie die Arbeit mit den Jugendlichen aussehen soll und eine Strategie, wie ich diese Vision erreichen kann. Ich weiß aber auch, dass diese Pläne unmöglich sind, wenn Gott sie nicht unterstützt. Deswegen planen wir mit dem Glauben und der Hoffnung, dass Gott sowohl Mittel als auch Mitarbeiter schickt.
Wir möchten den Jugendlichen und Gemeinden den Wert der Mission vor Augen führen, sie beim weiteren Weg unterstützen und ein Netzwerk zwischen den Gemeinden aufbauen.
Zusätzlich organisieren wir mit unseren Jugendlichen an Feiertagen einige Evangelisationen in einer öffentlichen Halle unseres Stadtbezirks, wo wir von Gott erzählen und Gemeinschaft mit den Anwohnern haben. So halten wir beispielsweise Veranstaltungen an Weihnachten, am Valentinstag, am 8. März (Tag der Frau – sehr wichtiger Feiertag), usw. ab.

Im Jahr 2020 konnte jedoch aufgrund der Pandemie leider keine Veranstaltungen stattfinden. Außerdem musste ich letztes Jahr meinen Wehrdienst ableisten, der hier in der Ukraine Pflicht ist.
Für das Jahr 2021 haben wir trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten beschlossen evangelistische Aktionen und missionarische Einsätze durchzuführen – im Glauben, dass es klappen wird.

Erste Schritte
Eine erste Jugendkonferenz „Berufen zu Größerem“ konnte tatsächlich vor ein paar Wochen stattfinden, wofür wir Gott sehr dankbar sind! Ziel dieser Konferenz war es die Jugendlichen dafür zu begeistern, Gott unabhängig von äußeren Umständen zu dienen. Trotz der Quarantäneregelungen konnten viele kommen. Viele Jugendliche berichteten danach, wie Gott bei der Veranstaltung wirkte und ihr Herz berührte. Ich hoffe, dass wir in Zukunft viele weitere solcher Veranstaltungen haben werden und wir hier etwas verändern können.
Bitte betet und denkt an uns!

Roman Kasadoj

Zeitschrift 2021 Nr.2

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