Wie geht es Missionarinnen und Frauen von Missionaren,
die in der Ukraine im Rahmen von HTO tätig sind?
Halten sie die Anspannung noch aus und haben sie noch Kraft und Mut für ihre Aufgaben? Das frage ich mich oft und ich bete und bitte für sie! Wie soll man es sonst im Krieg aushalten?
Christina ist die Frau eines Missionars und die Mutter von zwei Söhnen. Sie leben in Chmelnitzkij, im Westen der Ukraine. Sie berichtet in einem
Schreiben:
„Es ist wirklich nicht leicht, Krieg im eigenen Land zu erleben. Unser Leben ist von Angst und schlechten Nachrichten geprägt, denen wir uns nicht entziehen können. Wir sind erschöpft vom ständigen Stress und beten täglich zu Gott um Frieden.“
Trotz dieser Bedrückung geht das Leben weiter und die täglichen Aufgaben bleiben präsent.
Die Frauen sind auch für ihre Familien da. Den Menschen in der Umgebung und der Gemeinde geben sie Trost in dieser schweren Zeit.
Ihren Kindern spenden sie Liebe, Freundlichkeit und fördern sie auf ganz unterschiedliche Weise. Auf viele Weise vermitteln sie Menschen um sich herum Mut und Vertrauen.
Dazu schreibt Vika Afonina, Missionarin aus Chmelnitzkij:
„In einer solchen Zeit Missionar zu sein, ist eine Hingabe! Die Menschen brauchen Gott, der ihnen nahesteht und ihnen Hoffnung schenkt!“
Die Frauen, die bei HTO tätig sind oder ihre Männer unterstützen, wollen trotz der Schwierigkeiten Verantwortung übernehmen und spüren gleichzeitig die Ohnmacht angesichts des Krieges, der Leid und Tod mit sich bringt – auch in der eigenen Familie.
Doch sie rufen uns zu: „Gott ist nahe! Er ist unsere Hoffnung und Stütze!“
So werden sie zum Vorbild im Glauben und Vertrauen in schweren Zeiten!
Lasst uns in Dankbarkeit und allezeit vor unseren Herrn kommen und für die Frauen mit ihren Familien eintreten. Lasst uns an ihren Dienst in Liebe und Geduld in der Hoffnung auf Jesus Christus denken.
(Nach 1. Thessalonicher 1,2-3)
Insa Kießling