
Liebe Missionsfreunde,
dies könnte eine Frage aus dem wilden Westen des 19. Jahrhunderts sein. Bei den Cowboys war es überlebensnotwendig, dass die Feuerstelle nachts ständig am Brennen war.
Das Lagerfeuer diente damals nicht nur, um soziale Gemeinschaft zu pflegen.
Es war der Ort, an dem man in der kalten Prärie ausreichend Wärme fand. Außerdem hielt das Feuer wilde Tiere ab.
Brennt das Feuer der Leidenschaft noch in uns?
Paulus ruft uns in Römer 12,11 auf, unseren geistlichen Status zu überprüfen:
„Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt.
Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.“
Im Laufe der Jahre als Christ kann vieles zur Routine werden. Man lebt mehr oder weniger vor sich hin. Paulus fordert uns auf, brennend im Geist zu sein, um dem Herrn in angemessener Weise dienen zu können.
Aber Appelle nützen oft sehr wenig. Vielleicht rütteln sie uns kurz auf, doch sie versanden schnell im Alltagsgeschehen. Wie können wir also kontinuierlich unsere Nachfolge mit Leidenschaft leben?
Das Geheimnis des inneren Feuers
So wie ein Lagerfeuer am Brennen gehalten werden muss, damit es nicht ausgeht, so muss auch unser geistliches Leben am Laufen bleiben, damit die Leidenschaft für Christus und unseren Dienst nicht verloren geht.
Es braucht gutes Brennmaterial, damit das Feuer brennt.
Der Evangelist Lukas beschreibt das Geheimnis des brennenden Herzens (Lukas 24,32) in seinem Bericht über die Emmausjünger.
Die Jünger haben die Begegnung mit dem auferstanden Herrn Jesus, der aus einem betrübten Heimweg ein außergewöhnliches Glaubenserlebnis macht.
Darin liegt das Geheimnis: In der Gemeinschaft mit Jesus, dem auferstandenen und lebendigen Herrn und in der Offenbarung des Wortes Gottes durch den Heiligen Geist (Johannes 16,13).
Unser Feuer bleibt am Brennen, wenn wir diese Wahrheiten berücksichtigen und leben.
Die Zeit mit unserem Herrn ist eine sehr angefochtene Zeit. Der Alltag mit seinen vielfältigen Aufgaben fordert uns heraus. Der Gebetsspaziergang der Emmausjünger veränderte ihren Alltag. Die Gemeinschaft mit Jesus prägte ihr Herz. Es brannte wieder! Wenn wir die Trägheit in der Nachfolge überwinden möchten, brauchen wir Zeit mit Jesus. In der Beziehungspflege liegt das Geheimnis des inneren Feuers.
Das wünsche ich uns, dass wir leidenschaftliche Nachfolger sind, die mit Jesus in allen Situationen des Lebens im Gespräch bleiben. Bitte betet für uns als Mitarbeiter und Missionare, dass wir brennend für Jesus und unseren Dienst bleiben.
In Christus verbunden,
Jürgen Kießling
Missionsleiter